



Eigenleistung Steine schleppen (Juli 2008)
Durchbruch einer Balkontür im Dachgeschoss (Juli 2008)
Ostfassade mit Gerüst und Dämmung (August 2008)
Westfassade fertig (August 2008)
Wasser-Elektro-Telefon-Schacht (September 2008)

Ostfassade ohne Balkone (Oktober 2008)

Gartenarbeiten (November 2008)
Dielen abgeschliffen in der 3.Etage (November 2008)

Balkone angebaut (November 2008)
Feuerwehrzufahrt fertig und vom Januarschnee bedeckt (Januar 2009)
Versiegeltes Treppenhaus (Januar 2009)
Gemeinschaftsküche festlich geschmückt (Januar 2009)
Holzpelletofen in der Gemeinschaftsküche, der das ganze
Haus wärmt (Februar
2009)
Mauern der Pflanzenkläranlage (März/April 2009)

Mauer zum Nachbargrundstück weghauen (Mai 2009)
Klingelschild am Eingang zum Nachbarschaftsgarten
mit Logo von Lichte Weiten (Juni 2009)
Blick auf den Garten mit Gründüngung, Gewächshaus (links),
Pflanzenkläranlage (unten mittig) und Budelkasten (rechts)
im Juli 2009

Kompost August 2009

neuer Anstrich des Bauwagens für Kinderspielzeug (rechts) und
Holzhäuschen für Komposttoilette (links) September 2009

Insektenhotel September 2009

Fahrradschuppen mit Gründach Oktober 2009

Wintergarten/Gewächshaus und vorbereitete Terasse
(links) November 2009

Fahrradlifter im Fahrradschuppen April 2010

Begrenzung des Gründachs auf dem Fahrradschuppen
April 2010

Terasse vom Gewächshaus aus gesehen April 2010

Tomatensetzlinge im Gewächshaus April 2010
Bau der Photovoltaikanlage September 2010
(letzte große Baumaßnahme)
Bautagebuch:
Seit Mitte 2007 treffen sich interessierte künftige
Bewohnergruppenmitglieder alle 14 Tage zur Bau-AG. Dabei geht es um den
Austausch von Informationen und Diskussionen über Vor- und Nachteile rund um die
Erd-, Mauer-, Beton- & Zimmerarbeiten, die technische Ausrüstung von
Elektrokabeln bis Photovoltaik, Tischler- Fliesen- & Sanitärarbeiten, den
Rettungsweg, den altersgerechten Umbau, das Gewächshaus, Balkone & Aufzug,
Dämmung & Heizung ...
Ich versuche hier die spannendsten Aspekte und insbesondere die Baufortschritte zu dokumetieren:
Am 19.05.08
beginnt die sehr turbulente Toiletten-Diskussion. Leider treffen uns die
oft so fernen globalen ökonomischen Prozesse hautnah! Gustavsberg, die
schwedische Herstellerfirma der wunderbaren Miniflush-Toiletten wurde aufgekauft
und die Toiletten wegen zu geringer Nachfrage aus der Produktion genommen. Trotz
etlicher Versuche sind im In- und Ausland keine mehr zu kriegen.
Da Lichte Weiten sich als ein umwelttechnisch innovatives Projekt versteht,
finden die meisten Bewohner_innen den Rückgriff auf 2-4-Liter Toiletten als
unbefriedigend.
02.06.08
Eingang der Baugenehmigung (juhu!)
- Bis auf die Balkontüren und die Dachgeschoss-Fenster werden alle Fenster
eingebaut. - In den für die Nutzung vorgesehenen Bereichen des Kellers wie
Waschküche und Bastelraum wird ein schicker Pinselputz aufgetragen.
- Die Schalung der obersten Geschossdecke wird aufgenommen.
- Die Deckendurchführungen für die Bodenabläufe der Duschen und für die
Urinabläufe erfolgt bei allen Holzbalkendecken.
- die Dachdämmung wird auf 30 cm erhöht. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist hier
sehr günstig und die Energiebilanz wird weiter verbessert. Auch hier schlägt die
Globalisierung zu. Die Träger werden zur Zeit wegen Firmenverkäufen nicht
produziert. Wir haben die weltweiten Restbestände von 30 cm hohen Trägern
reserviert und müssen da schon mit Hilfe des Statikers 2 Typen mischen (was zum
Glück problemlos gelingt).
16.06.08
Die Toiletten-Antwort
- Die Wostman-Spartoiletten sind uns zu heikel, da die Produktion gerade
umgestellt wird.
- Eine kleine schwedische Firma produziert die sogenannte Dubbletten. Das sind
WCs mit Urinseparierung, die beim kleinen Geschäft 0,1 Liter Wasser benötigen,
beim großen 3,5 Liter.
- Umstellung für Nutzer_innen: Wenn nur die Urinspülung genutzt wird, muss das
Toilettenpapier in einen Eimer geworfen werden, die Menge eines halben
Wasserglases schafft Papier nicht mit weg.
- Vorschlag: Einbau von Dubbletten in den 3 oberen Geschossen sowie in der WHG 1
im EG.
Wollen wir die große Wohnung im 2.OG teilen und ein weiteres Bad einbauen?
- Es gibt keine konkreten Nutzer_innen, jedoch diverse Nachfragen nach
kleinen Appartments (ca. 45 qm)
- Haustechnik baut soweit wie möglich, Trockenbauwand, Wanddurchbruch und
Badausstattung erfolgen erst so spät wie möglich
Baufortschritte:
- Die „Ertüchtigung“ der Decke zwischen 3. OG und Dachgeschoss beginnt, d.h. u.a.
die Balken werden verstärkt.
- Kellerabsenkung im Haustechnikbereich mit Fundamentunterfahrung, Hebeanlage
und neuer Kellersohle, Dämmung der Kellerdecke sind abgeschlossen.
- Die Trockenbauwände für die Bäder im 1. und 2.OG stehen.
- Die Haustechniker beginnen mit ihrem Werk für Lüftung, Heizung, Wasser und
Abwasser.
- Je nach „Baufreiheit“ wird im Treppenhaus und in den Geschossen bereits
verputzt.
30.06.2008
- Die „Ertüchtigung“ der Decke zwischen 3. OG und Dachgeschoss ist nahezu
abgeschlossen.
- Der Stahlträger für die Wohnungstrennwand im Dachgeschoss liegt und ist
brandschutzverkleidet. - Die Aufmauerungen der Fassadenwand zur Wönnichstraße,
die Vorbereitung der Fensteröffnungen und des Ringbalkens laufen.
- Keller-tiefer-legen und Dämmung der Kellerdecke sind fertig.
- Die Innenfensterbänke werden nach Korrektur neu eingebaut und anschließend
eingeputzt.
- Die alten Garagen im Hof sind abgerissen. In unserem zukünftigen Garten öffnen
sich lichte Weiten!
- Am 05. und 12.07. schleppen und stapeln wir Bewohner_innen in Eigenleistung
Ziegelsteine, die 100 Jahre lang als Pflasterung im Hinterhof lagen.
Am 18.07.2008 feiern wir Richtfest! Die neuen Dachträger und die
OSB-Platten liegen, der klassische Zeitpunkt für ein Richtfest bei einer nicht
ganz klassischen Konstruktion. Es gibt ein kleines aber feines Dankeschön für
die bisher bis zum First geleistete Arbeit!
Eigenleistung am Bau:
Anfang August gab es etwa 7 Arbeitseinsätze zum Schüttungsaustausch im
Dachgeschoss mit Freunden, Familie & interessierten Freiwilligen - Danke an alle
Beteiligten!
04.08.2008
- Die Dachentwässerung zur Weitlingstraße wird über 2 Fallrohre direkt
nebeneinander erfolgen. Mit 2 Filtern kann eine höhere Ausbeute von Regenwasser
zur Aufbereitung und Verwendung im Haus erzielt werden kann.
- Im 3.OG sind in Ofenecken und Schwellenbereichen die Dielen ergänzt. Andere
Etagen folgen.
- Die Fassadenbefestigungen für die Balkone haben den Auszugsversuchen
standgehalten.
- Das Dach ist im Wesentlichen fertig.
- In allen Etagen bis auf Dachgeschoss sind die Gipskartonwände gestellt und
einseitig beplankt.
- Alle Fenster und Türen bis auf die beiden Eingangstüren sind jetzt drin.
August
Wir entscheiden uns für einen
kleinen Malerbetrieb mit garantierter Biofarbe, d.h. mit Volldeklaration. Es
gibt eine einstimmige Grundsatzentscheidung für die Einhaltung Berliner
Tariflöhne.
Die Schüttung im Dachgeschoss wird ausgetauscht, weil Messungen eine
Schadstoffbelastung ergeben haben. Wir beschließen, das in Eigenleistung
durchzuführen, puh!
September
Graben, graben, graben!
Unser "Medienbeauftragter" Daniel erklärt uns die gemeinschaftlichen
Möglichkeiten bei der Nutzung der Medienanschlüsse. Wir können eine erweiterbare
Telefonanlage betreiben und eine gemeinsame Internetflatrate. Fürs Fernsehen
braucht man einen DVB-T Empfänger und für "klassisches" Radio eine Zimmerantenne.
Fußbodenbelag Balkon: in der 1.Etage gibt es Fliesen; bei den anderen Etagen
diskutieren wir Sibirische Lerche vs. Nordische Kiefer (Sieg nach Punkten für
die Lerche). Der Schlosser baut kein Geländer an die kleine Terrasse der
Gemeinschaftswohnung, damit die Gruppe in Eigenleistung eine Terrasse zwischen
Filter und kleiner Terrasse bauen kann. Wir beschließen das Farbkonzept der
Ostfassade, suchen Fliesen aus und begutachten Probeanstriche der Innenwände.
Oktober
Die Gruppe ist weiter fleißig: wir entsorgen Müll, graben einen Graben für
das Abwasserrohr, stopfen Hanf zur Isolierung von Leitungen, verlegen
Ziegelsteine im Keller, transportieren Ballaststeine auf das Dach (9 Tonnen!!!
für Photovoltaik und Sonnenkollektoren) und bringen jeweils 2 Nistkästen für
Mauersegler an der Ostfassade an. Graben steht auch wieder für Oktober und
November an, denn der Regenwassertank kommt in ein Loch (2x3 Meter, 2m tief),
das erst noch gegraben werden muss.
Die Planer sind etwas aufgeregt, weil der Blower-Door-Test für das ganze Haus in
der ersten Novemberwoche durchgeführt werden soll. Wie gut ist unser Haus
wirklich isoliert?
In der Gemeinschaftsküche wird kein Heizkörper eingebaut, weil hier der
Pelletofen steht. Falls sich herausstellt, dass die Ofenbestückung durch die
Bewohner nicht ausreichend funktioniert, kann später nachgerüstet werden.
Auch im Jahr 2009 wird es noch viel Gestaltungsspielraum geben: bei der
Photovoltaikanlage ist die Finanzierung noch offen, für die Planzenkläranlagen
kommen die Pflanzen erst im Frühjahr, das Gewächshaus wird gebaut und der große
Garten wird mit Hilfe der Nachbarschaft Gestalt annehmen.